2. (eigentlich Erster) Wiener Indoor Marathon

„In der Halle-Marathon“ die Zweite.
Voriges Jahr dachte ich nach dem Indoor in der Messe Wien, nächstes Jahr laufe ich hier (wenn überhaupt) nur den Halbmarathon. Da der Gutscheincode (wegen zu kurz vermessener Strecke!) nur für den 2012 gelaufenen Event gültig war, galt es heuer 20 Runden zu absolvieren.
Stress bekam ich nur vor dem Start. Noch nirgends traf ich derart viele liebe Lauffreunde auf einem Haufen. Die Jenigen, welche ich vorstarts nicht erspähte, liefen mir später oftmals über den Weg, bzw vis a vis an mir vorbei. Wohl das positivste an diesem „Event“, netten Leuten öfters von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
Nach 6 Tagen Laufpause (um meinen lästigen Fersensporn linksseitig zu schonen) ging ich es gediegen an. Jeweils nach 5 erledigten Runden (Viertelmarathons) visierte ich die „Tanke“ an. Die Rückmeldung des steinharten Laufuntergrunds an meine Flossen trieb mich zur Verzweiflung. Mein Vorhaben, komme was da wolle, durch zu laufen konnte ich, den Tränen nahe, realisieren.
Gleichmäßig spulte ich die Runden ab. In der 17ten gratulierte ich artig dem Sieger, welcher wie ein Häufchen Elend am Geländer hing. Der kurze Small Talk mit Rainer kostete mich zwar die Minute, welche mir zu sub 4 fehlte (maybe), persönliche Bestleistung schien mir bei 700 Richtungswechseln und Aufgrund meiner Befindlichkeiten eh surreal.
Dennoch setzte ich alles daran unter 4 Stunden zu finishen. In den letzten beiden Runden setzte mir Übelkeit zu. Je schneller ich lief, umso ärger überkam mich ein Brechreizgefühl! Das Bild flimmerte mittlerweile und ich erkannte meine Family am Streckenrand nicht mehr!
Nach 4 Stunden und 47 Sekunden (meine drittschnellste Marathonzeit) hing auch ich wie eine „zerprackte Fliege“ am Absperrgeländer. Schnell wurde ich von meinen Lieben und einigen Ultralauffreunden mental aufgefangen.
Mit der U2 fuhr ich 3 Stationen in meine Dienststelle um zu duschen. Der Treppenabgang schüchterte mich ein und ich nahm den Lift.
Übrigens dürfte Pentek Timing dem „Braten“ nicht trauen. Das Ergebnis wurde zwar am Chip-Tacho für meine Gesamtkilometer gezählt, in der Rubrik „Gelaufen“ fehlen die 42,195km aber so wie im Vorjahr!
War das mein letztes Daja vu? Schau ma mal! Wenn man aus Schaden klug wird, bin ich ziemlich deppert.
L.G. Andy

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Ein Gedanke zu „2. (eigentlich Erster) Wiener Indoor Marathon“

  1. Hallo Andy! Ich hatte Laufschuhe mit zu weichen Sohlen, das hat sich mit Fortdauer des Rennens negativ auf meine Füße/Beine ausgewirkt. Eine unfreiwillige Pause (Warten vor dem WC) und zweimal ein Krampf im rechten hinteren Oberschenkel kosteten mindestens 5 Minuten. Die 180 Grad-Wenden sind auch nicht jedermann’s Sache, ich habe mir bei einem vorstehenden Gitterteil meine beste Addidas-Laufhose an der Seite zerrissen, weil ich mit dem Hosensack hängenblieb (blöder geht es nicht). Wir könnten die reguläre Vereinsversammlung 2014 auf einen früheren Termin verlagern, z.B. mit dem Wiener Herbstmarathon zusammenlegen, wo du ja heuer super gelaufen bist.

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