Kategorie-Archiv: Allgemein

503 – 26.05.2013 – Oberwart, 3.48.39, www.marathonaustria.com

Marathon bei Freunden und Freundinnen. Peter’s 50. Geburtstag! Peter’s 100. Marathon! Herzliche Gratulation! Der ORF Burgenland war auch da: http://tvthek.orf.at/programs/70021-Burgenland-heute/episodes/6011513-Burgenland-heute/6014651-Wetter

Witz des Tages: Die im Alter um den Schulbeginn beiden Töchter unseres Clubstatistikers, einem Zahlengenie, haben mitbekommen, dass Peter seinen 100. Marathon an seinem 50. Geburtstag läuft. Das Verhältnis 2 zu 1 war ihnen rechnerisch schlüssig. Dann haben sie aus dem Lautsprecher gehört, das ich meinen 503. Marathon laufe und haben ihre Mama gefragt wie alt dann ich sei …..

Vollständigkeitshalber halte ich fest: Peter könnte mein Marathon-Zwillingsbruder sein. Jedoch könnte ich real gesehen auch sein jüngerer Marathon-Bruder sein.

Diesen Witz habe ich erst nach meinem Zieleinlauf gehört. Während des 30-Runden-Marathons ergab sich kein Lauf mit Damenbegleitung, aber einer mit Wolfgang, wobei beim Auflaufen auf die 5-Stunden-laufenden Damen seltsamerweise immer ich abgedrängt und am Schluss um 4 Minuten abgehängt wurde. Aber wie im Jahr 2000 beim Abendmarathon in Wörschach – damals hat mich Wolfgang in der Finsternis der Nacht in der letzten Kurve überholt, defacto war das ja bereits der (unbeleuchtete) Zielkanal! – liefen wir auf’s Klassenstockerl. Damals auf Platz und 3 und 2, diesmal auf Platz 2 und 1! Je älter desto besser? Wir haben keinen Wein getrunken, Wolfgang war damals und heute vor mir im Ziel. Und nach 13 Jahren wurden wir um weniger als 42 Minuten langsamer (2000 finishten wir nach 3.10.07 bzw. 3.10.26).

Danke an Peter und sein Team für die tolle Veranstaltung samt amüsanter SiegerInnenehrung! Freue mich auf 2014 in Oberwart und bis dahin auf einige weitere gemeinsame lustige Marathonreisen.

Meine Garmin zeigte 43,25 Kilometer. Auf der Außenbahn ist es halt immer länger.

502 – 19.05.2013 – Würzburg, 3.51.52, www.wuerzburg-marathon.de

Mein 4. Marathon in Würzburg. Mein Streckenrekord von 2003 in 3.03.51 blieb unerreicht, aber ich war um 0.13.08 schneller als 2012. Laut Wettervorhersage die ganze Woche voher: Regen bei 9 oC, aber seit Samstag Abend sehr warm. Heute fast wolkenlos und Badewettertauglich. HM 1.53.51, ohne die HalbmarathonläuferInnen auf der zweiten Runde in der Sonne auf heißem Asphalt 1.58.01 (+ 0.04.10). Hörbares Publikum in der Altstadt, vereinzelt auch außerhalb. Alle sehr freundlich, Verpflegung top (auch gekühlte Apfelsaftschorle). Eine Damenbegleitung hatte ich diesmal nicht gefunden, aber die Medaillendamen waren spitze! Nach einem Erdinger alkoholfrei bin ich die Strecke zurück und ohne Chip mit bella Helene unter 4.30 nochmals über die Ziellinie. Nach der Dusche und einem Sonnenbad auf der Hotelterrasse gelang noch der Gepäckstransfer vom Hotel ins Auto, bevor kräftiger Sturm aufkam, der sogar die Absperrgitter umwarf. Es kühlte stark ab und er blieb nicht aus. Der Regen war da, aber die Laufschuhe längst im Trockenen.

Von einer Krise sah ich in Würzburg wie auch zuvor in Düsseldorf und Regensburg nichts. Die Bauwirtschaft muss ausgebucht sein. Bin gespannt was in den kommenden Jahren aus den vielen Baustellen 2013 geworden ist.

Tolle Fotos von Klaus1 sowie Berichte von Anton und Klaus2 auf www.marathon4you.de!

Sieger 2.29.04, 528 Männer, Siegerin 2.54.05, 89 Frauen, 617 FinisherInnen.

9 Österreicher (6 Männer, 3 Frauen).

Laut Vorankündigung nächster Marathon am 27.04.2014 – wie der in Düsseldorf!

501 – 12.05.2013 – Regensburg, 3.56.07, www.regensburg-marathon.de

In Regensburg habe ich von 2000 bis 2011 den Marathon 12x gefinisht und eine durchschnittliche Laufzeit von 3.27.21 erreicht. 2012 ist der Marathon ausgefallen. Diesmal war sowohl für Regensburg als auch für mich ein Neubeginn. Regensburg kehrt zurück auf den bewährten zwei Runden-Marathonkurs, ich beginne nach 500 Marathons wieder mit einer Eins.

Erste Hälfte als Mitläufer bei den hübschen unter zwei Stunden-Halbmarathon-Damen 1.59.19, zweite Hälfte 1.56.48 oder um 0.02.31 schneller, jedoch über die Ziellinie gemeinsam mit einer Marathon-Dame, die in ihrer Klasse Rang 3 erläuft. Durch die Brückensanierung gab es diesmal keine Donauüberquerung und auch keine nennenswerte Steigung, das Kopfsteinpflaster in der Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Sehr gutes Laufwetter, kühl, trocken, eher selten sonnig. Bei Km 39 begann es zu tröpfeln, bei Km 40 leicht zu regnen, ab Km 41 Wolkenbruch. Von mir kam nichts trocken ins Ziel. Sogar die Zielverpflegung war durch und durch nass. Es gelang mir das Kunststück, meinen Rucksack vom Gepäckszelt halbwegs trocken zu den Duschen zu bringen. Das Wasser der Duschen war genauso nass wie das Wasser vom Wolkenbruch, jedoch viel wärmer. Da das Westbad zurzeit umgebaut wird (Sonnenbaden wäre heute nicht möglich gewesen), ist das übliche anschließende Thermalwasserschwimmen entfallen. Aber irgendwann ist Wasser sowieso zu viel. Der nächste Marathon wurde für den 04.05.2014 angekündigt, entgegen dem Namen der Stadt dann wieder in der Sonne.

Sieger 2.41.39, im Ziel 473 Männer, davon 9 Österreicher. Siegerin 3.05.17, im Ziel 71 Damen, davon keine Österreicherin.

Meine Garmin zeigte 43,02 Kilometer, 529 Meter Aufstieg, 533 Meter Abstieg.

 

500 – 09.05.2013 – Kirchdorf an der Krems, 4.58.56, www.laufgemeinschaft.at, www.pentek-timing.at

Schön, dass ich hier in Oberösterreich seit der Marathonpremiere 2010 beim Über-Drüber-Marathon immer dabei sein konnte. Und das mein Marathonjubiläum hier stattfindet. An einem Donnerstag, an einem Feiertag, bei strahlendem Sonnenschein, bis 26 oC. Auf einem zweimal zu laufenden Rundkurs mit je 650 Höhenmetern, also insgesamt 1300 Höhenmetern. Herrliche Aussichten von über 800 Metern Seehöhe. Marathon bei Freunden mit Freunden. Und natürlich vielen Freundinnen! Vielen Dank an alle die seit dem 13.04.1986 bis 09.05.2013 in 27 Jahren und 27 Tagen auf 107 verschiedenen Laufstrecken bei 500 Marathons mit mir gelaufen sind, mich begleitet, mich betreut und mit mir gelacht haben. Es war eine wunderschöne Zeit und ich möchte noch sehr lange daran zurück denken.

14 Marathons unter 3.00.00, 238 mit Zeiten 3.00.00 bis 3.29.59, 178 mit Zeiten 3.30.00 bis 3.59.59, 70 über 4.00.

     1. Marathon   13.04.1986   3.50.59   A   Wien

100. Marathon   16.09.2001   3.09.11   A   Wachau

200. Marathon   12.12.2004   3.18.38   I    Reggio Emilia

300. Marathon   21.10.2007   3.20.28   NL Amsterdam

400. Marathon   14.11.2010   3.41.08   I    Livorno

500. Marathon   09.05.2013   4.58.55   A   Kirchdorf an der Krems

Ich bin unterwegs zu Marathon Nummer 501, irgendwann, irgendwo …..

Sieger 3.21.13, Siegerin 4.11.27, 42 FinisherInnen, auch Ultramarathon 63,3 km, Halbmarathon, Hauptlauf 6840 m, Schülerlauf, Kinderlauf, Knirpse und Minilauf, Stadtmeisterschaft.

Meine Garmin zeigte 42,25 km. Nächster Marathon voraussichtlich am Donnerstag, 29.05.2014 (Feiertag Christi Himmelfahrt).

499 – 04.05.2013 – Welsch-Bergmarathon, 4.35.20, www.welschlauf.com

Mein 10. Welschlauf seit 1999, Marathon 499 mit der Startnummer 499. 1999 war meine Teilnahme eine Spontanentscheidung nach einem erfolgreichen Marathon am Sonntag zuvor in Hamburg mit 2.56.40. Bei meiner Welschpremiere mit 1440 Höhenmetern finishte ich in meinem 61. Marathon nach 3.50.33 und somit um 0.53.53 langsamer als damals auf ebenem Kurs.

14 Jahre später lief ich vor sechs Tagen beim Marathon in der Ebene von Düsseldorf 3.38.48 und jetzt am Berg um 0.56.32 langsamer. Also 14 Jahre und 0.02.39 Unterschied.

Heute war herrliches Berglaufwetter, sogar der Mann mit Hut aus Nürnberg ist mit Susannerl nach Ehrenhausen angereist, wir hatten traumhafte An- und Aussichten nach vorne und von oben. Danke an Peter, der in seinem 98. Marathon die erste Marathonhälfte gemeinsam mit mir lief (2.15). Vielen Dank an meine beiden Kainach-Girls Johanna und Sabine, denen ich frische Wiesenblumen laufend überreichen konnte und die mir zumindest bergab nach St. Johann nicht davongelaufen sind. Ebenso herzlichen Dank an Gudrun, die mir auf den letzten acht Kilometern nach Wies zigmal „nur noch eine Steigung“ ankündigte. Im Nachhinein weiß ich, dass war die jeweils letzte Steigung vor der Nächsten! Aufgrund dieser vielen Steigungen bis ins Ziel müssten wir bei Kilometer 34 theoretisch unter dem Meeresspiegel gelaufen sein. Und danke für den gemeinsamen Zieleinlauf mit ihr! Zielbuffet Note 1A+ ebenso die ganze Organisation und die vielen HelferInnen auf der Strecke!

Sieger 2.52.40, Siegerin 3.21.06, 244 FinisherInnen.

Meine Garmin zeigte 42,98 km.

20. Welsch-Marathon am Samstag, 03.05.2014, 10.00 Uhr von Wies nach Ehrenhausen.

Und mein südtiroler Marathonlauffreund Hartmann, der Marathons an einem Ort nur einmal läuft, hat seine Teilnahme bei diesem Jubiläum bereits angekündigt! Wenn er 2014 zum ersten und einzigen Mal beim Welschmarathon läuft, will ich zum 11. Mal laufen.

498 – 28.04.2013 – Düsseldorf, 3.38.48, www.metrogroup-marathon.de

In meiner Jugend (also vorgestern, nee, gestern!) sang Frau das Lied “Wärst du doch in Düsseldorf geblieben … schöner …… in Düsseldorf am Rhein”! Heute meine Premiere in Düsseldorf, meine 107. Marathonlaufstrecke, und es war so schön, dass ich gern dort geblieben wäre! Nach den Vorbereitungsläufen bei den Marathons in Wien und Linz diesmal nahezu optimale äußere Bedingungen bei einer nur über Brücken bergauf verlaufenden Strecke auf glattem Asphalt. Zu Beginn ein klassisches “am Start muss dir kalt sein sonst bist du falsch bekleidet”. Nach einem kurzen Fußweg vom Hotel zum Start war ich “blaugefroren”, bei Kilometer 3 jedoch erwärmt und dann war es bis ins Ziel weder zu kalt noch zu warm. Es hat heute sehr vieles gestimmt, obwohl es kein Selbstläufer wie in Berlin 2012 war. Das Publikum war super und lautstark, aber doch merkbar weniger als in Berlin, Hamburg oder Köln. Mein 150. Marathon in Deutschland wurde mein 103. Marathon mit einer Laufzeit zwischen 3.30 bis unter 3.45. Halbmarathon nach 1.46.11, 2. Halbmarathon 1.52.36, die 0.06.25 blieben wahrscheinlich bei den vermehrten Essen- und Trinkpausen liegen. Organisatorisch eine top Veranstaltung! Soweit ich mich in der kurzen Zeit in Düsseldorf umsehen konnte, habe ich eine schöne saubere Stadt gesehen und blieben mir freundliche BewohnerInnen in Erinnerung. Derzeit sehr viele Baustellen, die bis zum nächsten Marathon am 27.04.2014 fertig sein sollten. Bin schon gespannt, wie neu Düsseldorf dann aussehen wird.

Sieger 2.07.48/Streckenrekord, Siegerin 2.26.24/zweitschnellste Damenzeit

2965 FinisherInnen, davon 20 ÖsterreicherInnen

Meine Garmin zeigte 42,78 km.

Berichte auf www.marathon4you.de von Joe und Andreas.

497 – 21.04.2013 – Linz, 3.52.49, www.linz-marathon.at

Sechs Tage nach dem erschreckenden Leid beim Boston-Marathon 2013. Es fällt mir schwer zur Marathontagesordnung überzugehen und mich darüber zu freuen. Marathon in Linz wie in London, Hamburg, Leipzig, Padua oder Belgrad. Die Laufgemeinschaft läuft weiter und hält zusammen.

Trauerminute vor dem Start. Unheimliche Ruhe. Mit zunehmender Kilometerzahl kehrt die Lauffreude zurück. Und doch: Bange wird mir als drei Feuerwehrautos gleichzeitig mit Folgetonhorn vorbeifahren. Auch jedes Rettungsauto mit Sirene löst Unbehagen aus.

Traumhaftes Wetter für die Zuseher. Für mich als Läufer gefühlte sommerliche Temperaturen von mehr als 20 oC bei ungetrübten Sonnenschein. Halbmarathon nach 1.55.28, auf der zweiten Hälfte durch die vermehrte Getränkeannahme und Kopfflüssigkeit um 0.01.53 langsamer, 1.57.21. Im Ziel um 0.02.03 schneller als vor einer Woche beim Vienna City Marathon. No na, der Zweite soll ja der Schnellere sein. Wie beim VCM 2013 habe ich auch bei meinem 10. Marathon in Linz nichts auszusetzen (außer das das vorbestellte bezahlte Funktions-T-Shirt nur in zu kleiner Größe vorhanden war). Und auch die ZuseherInnen haben sich in beiden Städten in meinem Bereich gleich verhalten, manche haben angefeuert, manche waren stumm, mal waren weniger, mal waren mehr.

Unverständlich für mich als Läufer finde ich das ständige Hick-hack zwischen Linz-Wien oder Wien-Linz. Beide Marathonveranstaltungen werden ausgezeichnet organisiert, wie viele andere kleinere in Österreich auch. Eine “Mir-san-mir”-Mentalität liegt mir nicht. Ein Miteinander schon.

Sieger 2.09.21, Siegerin 2.33.53, 867 FinisherInnen.

Meine Garmin zeigte 42,70 km.

Der nächste Marathon in Linz soll am 06.04.2014 sein. Wie der in Freiburg.

496 – 14.04.2013 – 30. Vienna City Marathon, 3.54.52, www.vienna-marathon.com

Nach einem “Medienmarathon” in der Woche davor – 4x in der Presse, 2x im Radio, 4×4 Minuten im Fernsehen – war es bei meinem 28. Wien-Marathon eine Herausforderung, mit der erforderlichen Ruhe an den Start zu gehen. Zudem wurde der heißeste Tag des Jahres 2013 vorhergesagt, am letzten Sonntag in Freiburg hatte es dagegen nur + 6 oC. An die Wärme und doch starke Sonne an diesem Tag konnte ich mich nicht so rasch einstellen. Das war in den vielen Jahren zuvor nicht anders. Freudig überrascht war ich, diesmal ein Startzeichen zu hören und auf der Reichsbrücke 2m² Platz für mich zum Laufen zu haben. Der Lauf war vom Start bis ins Ziel super. Die Aufnahme in den Club derer, die alle Marathons in Wien gefinisht haben, habe ich wieder nicht geschafft. Ich war beim 1. Marathon ja nur Zuseher, beim 2. Marathon nur 15km-Läufer.

Am Tag danach statt Freude über das Erreichte das Leid beim Marathon in Boston. Mir fehlen die Worte.

Nachdenklich aber doch fest entschlossen will ich weiterhin das Miteinander betonen und in meinem Umkreis leben.

 

Puls 4, Cafe Puls am 12.04.2013, 4 x 4 Minuten

Zu eurer Information meine Statements zu den beabsichtigt gewesenen Fragen des TV-Interviews aufgrund meiner Lebenseinstellung und Laufphilosophie. Unseren Club konnte ich in zwei Szenen betonen, der Homepage-Name wurde eingeblendet, unseren hervorragenden Statistiker konnte ich hervorheben. Ich hätte noch einmal 4 Minuten gebraucht, um vorbereitete Fotos mit unserem Obmann, mit unserem Kassier sowie vor und nach einem Marathon – als Quiz welches ist welches – unterzubringen.

Frage: Fast 41.000 Läufer sind diesen Sonntag im Einsatz – beim 30. Vienna City Marathon. Einer der Teilnehmer ist heute bei uns im Studio, Gerhard Wally – er ist aber nicht irgendein Teilnehmer, sondern läuft am Sonntag seinen sage und schreibe 496. Marathon! Wie sind Sie zum Laufen gekommen?

GW: Ich bin schon als Jugendlicher für meine Fitness gelaufen. Dass daraus Marathonläufe geworden sind, war nicht vorhersehbar. Beim 1. Marathon in Wien 1984 war ich Zuseher im Ziel, im Rahmen des 2. Wiener Marathons 1985 lief ich den 15km-Frühlingslauf. 1986 bin ich meinen 1. Marathon gelaufen, war im Ziel nach 3.50.59 ganz euphorisch und wollte dieses wunderschöne Erlebnis, es geschafft zu haben, wieder erfahren. Nach 5x Wien-Marathon in fünf Jahren kam der Wunsch es auch woanders zu probieren. So wurden es zwei Marathons pro Jahr, dann drei, vier. Nach zehn Jahren hatte ich 27 Marathons gefinisht, in den darauffolgenden fünf Jahren wurden es 60 Marathons mit wunderschönen Marathonreisen.

Frage: Bei knapp 500 Läufen sind sie schon angetreten, da kommt man bestimmt auch ordentlich herum in der Welt – was waren denn die “exotischsten” Orte, an denen Sie die rund 42 km geknackt haben?

GW: 10 Marathons waren in den USA, die überwiegende Anzahl lief ich in Italien (164), Deutschland (149) und Österreich (138). Die 8 Marathons in Paris waren genauso schön wie die 10 in Amsterdam.

Frage: Es gibt ja die zehn verrücktesten Marathons der Welt – z.B. in Frankreich den Medoc-Marathon, wo auf der Strecke statt Isostar nur Wein an die Läufer gegeben wird, den Marathon über die chinesische Mauer oder einen Marathon durch ein Gefängnis (24 Runden) – kennen Sie die, sind Sie die gelaufen, was war für Sie der Coolste?

GW: Diese Orte waren nicht meine Marathonziele. Ich sehe mich nicht als Extremläufer, sondern als Freizeitläufer, der bei Straßen-, Berg- oder Naturläufen ohne Alkohol die Distanz von 42,195km läuft.

Der Coolste? Von allen meinen Marathons blieben schöne Erinnerungen zurück. Die netten Damenbegleitungen, die Bestzeitmarathons, die lustigen Gruppenreisen oder die 19 Marathons an 19 aufeinanderfolgenden Wochenenden. Cool im Sinn von kalt war der Marathon am 05.02.2012 in Bad Füssing in Bayern nahe der oberösterreichischen Grenze bei minus 19 oC.

Frage: Die wenigsten hören nach dem ersten Marathonlauf auf, sondern werden regelrecht süchtig danach. Sie haben ja auch den “100 Marathon Club Austria” mitgegründet – was macht die Faszination dieses Rennens aus? Wann sind Sie süchtig geworden?

GW: Für mich ist Laufen, ob etwa eine Stunde oder eben 42,195km, ein Ausgleich zu den Notwendigkeiten des täglichen Lebens. EIN MUSS IST ES NICHT. ICH WILL ES und es macht mir Freude. Warum soll ich schöne Dinge nicht wieder tun? Ob, wie oft und wie schnell ich laufe ist abhängig von meiner Tagesverfassung, dem Wetter, der Strecke, der Laufvorbereitung, vom Stress in der vergangenen Woche, ausreichendem Schlaf, entsprechender Ernährung.

Der 100 Marathon Club Austria will Läuferinnen und Läufer ansprechen, die schon 100 Marathons gelaufen sind oder die Absicht haben diese zu erreichen. Wie der Club-Name sagt, steht der Marathon im Mittelpunkt. Ich finde es toll, wenn wir darüber Erfahrungen austauschen, weitergeben und uns MITEINANDER über gefinishte Marathons freuen können. Und wir können dank unseres hervorragenden Statistikers auf der Club-Homepage www.100marathonclub.at unsere Marathons übersichtlich führen.

Frage: Dieses Wochenende Nr. 496 – haben Sie für Nummer 500 schon etwas Besonderes geplant? Und wie lange wollen Sie überhaupt noch weiter machen?

GW: Natürlich habe ich den Marathonkalender schon gesichtet und vorgedacht. Aber jeder Marathon muss erst gelaufen und gefinisht werden. Veranstalter-Absagen kann ich ebenfalls nicht ausschließen. Jetzt freue ich mich auf meinen 28. Marathon in Wien, danach in Linz auf meinen 497. Marathon. Ich laufe nach wie vor um meine Fitness zu erhalten und Fitness hat kein Ablaufdatum. Ich will gesund sein und bleiben. Dafür muss ich etwas tun. Und das solange wie möglich. Mit Hirn, Herz und Humor!

Frage: Wollen Sie damit auch ins Buch der Rekorde? In der Szene ist ja Steve Edwards bekannt, der den Weltrekord mit 500 Marathons unter 3.30 hält. Oder Stefan Engeles, der 2011 täglich einen Marathon gelaufen ist, also 365 Marathons in einem Jahr. Es gibt Menschen die im Leben schon 1800 Marathons gelaufen sind…

GW: Ich treffe immer wieder Läuferinnen und Läufer, die mehr und schneller laufen als ich. Ich glaube zu wissen, was ich meinem Körper zumuten kann und was nicht. Ich bin kein Profi, habe nicht die Zeit um Rekorde anderer zu übertrumpfen und will mich von anderen nicht dazu verleiten lassen, meine körperlichen Grenzen zu überschreiten. Ich laufe in meiner Freizeit und die soll Tankstelle sein, um für den Alltag ausreichend Kraft und Energie zu haben. Ich laufe für mich und nicht gegen wen oder was. Mich freuen meine 252 Marathons unter 3.30 genauso wie meine 41 Marathons im vorigen Jahr.

Frage: Welche Tipps haben Sie für AnfängerInnen? Was soll man tun, wenn Probleme während eines Marathons auftreten?

GW: Wichtig finde ich, mindestens ein halbes Jahr regelmäßig und ohne Probleme zu laufen. Es ergibt sich in der Regel von selbst, länger und schneller zu laufen. Je besser man vorbereitet ist, desto leichter fällt ein Marathon. Einmal las ich den Satz „Wer sich nicht quälen kann, hat beim Marathon nichts verloren.“ Eine Qual soll ein Marathon für mich nicht sein. Viel schöner ist es, sich realistische sportliche Ziele zu setzen und diese nach einer vernünftigen Vorbereitung mit einem Lächeln beim Überqueren der Ziellinie zu erreichen.

Bei körperlichen Problemen während eines Marathons Tempo rausnehmen, trinken, in sich hineinhören und entscheiden, ob es vertretbar ist, weiterzulaufen. Es ist nicht negativ, einen Marathon vorzeitig zu beenden. Marathons gibt es fast jede Woche, die Gesundheit geht aber immer bevor!